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Expertentipps für Retinol-Neulinge

Interview mit Wibke Käferlein

leitende Ärztin im Bereich Ästhetische Medizin bei M1 Med Beauty

Retinol zählt zu den effektivsten Wirkstoffen in der Hautpflege und wird von Dermatologen als Allroundtalent bei über 100 Hautproblemen eingesetzt. Aber wie erzielt man mit Retinol die besten Ergebnisse und worauf ist besonders für Retinol-Erstanwender zu achten? Hautexpertin, Wibke Käferlein von M1 Med Beauty, hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

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Was ist Retinol und was kann man mit dem Wirkstoff erreichen?

Wibke Käferlein: Retinol ist eine besonders wirksame Form des Vitamin A und kann als Allrounder eigentlich von jedem angewendet werden. Retinol hat die Eigenschaft, viele Hautprobleme zu lösen, zum Beispiel eliminiert es Akne und reduziert Altersflecken. Es regt die Hauterneuerung stark an und fördert die Kollagenproduktion, wodurch feine Linien und Falten deutlich reduziert werden. Tote Hautzellen der obersten Hautschicht werden schneller abgestoßen, wodurch Mattheit und ein ungleichmäßiger Hautton deutlich verbessert werden. Auch fettige Haut kann mit Retinol sichtbar reguliert werden..


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Was gibt es für freiverkäufliche Produkte im Handel?

Wibke Käferlein: Retinol-Produkte mit bis zu 1% Retinol sind freiverkäuflich. Präparate, die mit über 1% Retinol gekennzeichnet sind, verwenden kein reines Retinol oder sind verschreibungspflichtig. Bei M1 Select gibt es sowohl das hochkonzentrierte Serum mit 1% als auch eine Creme mit 0,3%, die für Einsteiger oder auch für den häufigeren Gebrauch gut geeignet ist.


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Kann man die Verträglichkeit testen?

Wibke Käferlein: Um zu testen, ob die Haut das Retinol gut verträgt, kann man einen sogenannten Patch-Test machen. Hierfür wird eine kleine Menge an der Innenseite des oberen Unterarms aufgetragen und am besten 14 Tage abgewartet, wie die Haut reagiert.

Bei sofortigem Brennen sollte die Creme sofort abgewaschen werden. Treten starke Rötungen, Juckreiz oder ein starkes Abschuppen der Haut auf, sollte zunächst eine Pause für 7 Tage eingelegt werden.


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Wie und wie oft sollte man Retinol anwenden?

Wibke Käferlein: Da Retinol sehr wirksam ist und tief in die Zellen eindringen kann, sollte man mit der Anwendung schrittweise anfangen. Um die Haut an Retinol zu gewöhnen, kann man gut mit der niedrig dosierten Creme beginnen, wobei der Bereich um die Augen ausgespart werden sollte, da diese sehr dünn und besonders empfindlich ist.
Die Creme kann zwei- bis dreimal pro Woche abends auf das gesamte Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen werden. Im weiteren Verlauf kann dann langsam gesteigert werden, zum Beispiel im Wochentakt jeweils eine Behandlung mehr hinzunehmen.
Wenn die Haut gut daran gewöhnt ist, kann man auch beginnen, das hochkonzentrierte Serum zu verwenden, wobei auch hier der Bereich um die Augen ausgespart werden sollte. Dieses sollte zunächst nur einmal die Woche abends verwendet werden, kann aber im Verlauf bei guter Verträglichkeit ebenfalls gesteigert werden.


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Kann es zu vorübergehenden Hautreaktionen kommen?

Wibke Käferlein: JA! Wenn man beginnt, Retinol zu verwenden, ist es normal, dass es zu leichten Rötungen, Wärme oder Hautschuppung kommt. Das ist lediglich ein Zeichen dafür, dass das Retinol wirkt und ist kein Grund zur Sorge.

Die Anpassungszeit beträgt bei normalen Hauttypen in der Regel zwei bis vier Wochen, bei empfindlicher Haut dauert es oft etwas länger.


Retinol zählt zu den effektivsten Wirkstoffen in der Hautpflege und wird von Dermatologen als Allroundtalent bei über 100 Hautproblemen eingesetzt.”

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Wieviel Retinol ist sinnvoll?

Wibke Käferlein: Wichtig ist auch die Menge, in der man das Retinol aufträgt. Eine erbsengroße Menge reicht in der Regel für das gesamte Gesicht und den Hals aus. Größere Mengen können von der Haut nicht mehr aufgenommen werden, sondern fördern nur Hautreizungen.
Dementsprechend sollten die Produkte auch nicht miteinander kombiniert, also übereinander aufgetragen werden (layering), auch dies erhöht das Risiko von Hautreizungen, da die gut verträgliche Gesamtkonzentration überschritten wird.


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Sollte Retinol eher zur Tages- oder Nachtpflege genutzt werden?

Wibke Käferlein: Retinol macht die Haut lichtempfindlicher, daher ist es sinnvoll, die Anwendung in die Nachtpflege zu integrieren. Vor allem Seren mit hohen Dosierungen sollte man ausschließlich abends anwenden. Das Risiko für Pigmentstörungen oder Sonnenbrand nimmt sonst zu. Daher empfiehlt es sich, tagsüber einen Sonnenschutz aufzutragen und auf ausgiebige Sonnenbäder zu verzichten.


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Was muss man sonst beachten?

Wibke Käferlein: Retinol kann sehr gut mit feuchtigkeitsspendenden Seren oder Cremes kombiniert werden. Am Morgen eignen sich hierfür Produkte mit Antioxidantien, die zusätzlich die Regeneration der Hautbarriere beschleunigen und ideal unter dem Sonnenschutz verwendet werden können. Abends kann man sehr gut mit Moisturizern zur Unterstützung arbeiten, da das Retinol die Haut leicht austrocknet. Hierfür sind Pflegeprodukte mit Hyaluron bestens geeignet.

Peelings oder Produkte mit Säuren wie Vitamin C, Glykolsäure oder Benzoesäure (= benzoyl acid; als Konservierungsstoff in manchen Kosmetika) sollten nicht mit Retinol kombiniert werden, da dies Hautreizungen fördert. Die Verwendung solcher Substanzen sollte man auf Tage beschränken, an denen man kein Retinol aufträgt.

2 Idee über “Expertentipps für Retinol-Neulinge

  1. M1 Select sagt:

    Da Retinol ab einer Temperatur von 40° Celsius an Wirkung verliert, sollten retinolhaltige Produkte kühl gelagert werden. Eine Lagerung im Kühlschrank wäre zu empfehlen, eine Lagerung bei Zimmertemperatur aber ausreichend.

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